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Naturwissenschaft für interessierte Laien

(Chemie, Biochemie, Physik)

  

Mehr denn je, braucht es Wissensvermittler, welche die Bedeutung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für unser Menschenbild und unser tägliches Leben in einfachen Worten und dennoch sachlich korrekt erklären (1).

Wir übernehmen die Rolle des Vermittlers und zeigen Ihnen auf, wie Wissen geschaffen wird. Wir zeigen Ihnen den Weg, von der ersten Idee Idee bis zur Fachpublikation. Anhand der Entstehung einer echten wissenschaftlichen Publikation erfahren Sie, wie Forscher denken, welche Methoden sie anwenden, wie sie ihre Resultate präsentieren und was mit dem neuen Wissen passiert. Grundlegende Entdeckungen sind oft einzelnen Querdenkern zu verdanken und nicht den organisierten Gruppen der Big Science (2). 


Dieses Angebot richtet sich an Einzelpersonen und Gruppen (Schulen, Firmen, Vereine), die nicht aus dem naturwissenschaftlichen Bereich kommen.  

Haben wir Ihr Interesse geweckt, nehmen sie Kontakt per Mail oder Telefon 079 376 24 05 mit uns auf.

Ihr NormalNull Team

 

Warum dieses Angebot?

Die Wissenschaft entwickelt sich rasant Die siegesgewohnten Naturwissenschaften sind heute dreifach bedroht. Sie kämpfen gegen den Verlust einer gemeinsamen und allgemein verständlichen Sprache, überbordende Konkurrenzdenken und die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft (3).

  

80 bis 90 Prozent aller Wissenschaftler, die je gelebt haben, leben heute. Jedes neue Jahrzehnt “produziert“ so viele Wissenschaftler, wie die gesamte Menschheitsgeschichte zuvor. Dieses Wachstum setzte Mitte des 18. Jahrhunderts ein und setzt sich mit Verdopplungszeiten von 10 bis 15 Jahren mit der Präzision eines empirischen Gesetztes fort (4). Der Wissenschaftsbetrieb wächst derzeit schneller als die Bruttosozialprodukte von Ländern, die sich typischerweise alle 20 Jahre verdoppeln (5).  

Verlust einer gemeinsamen und allgemein verständlichen Sprache Doch Wissenschaftler brauchen oft ein detailbesessenes “Newspeak“. Fachkollegen verstehen diesen Slang, doch schon bei Kollegen aus benachbarten Disziplinen fängt es an zu happern. Aussenstehenden und Laien ist es daher schier unmöglich, mithalten zu können. Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Der Kontakt der Naturwissenschaften zur Gesellschaft ist weitgehend abgerissen und findet allenfalls via populärwissenschaftliche Bücher(6-15) und Magazine (16) statt. Dabei wäre die wissenschaftliche peer-reviewed Literatur(17,18) heute für jedermann günstig oder wie im Falle von ArXiv (19) und PLOS (20), sogar kostenlos und sehr leicht zugänglich.

Publish or perrish  Der in der Wissenschaft vorherrschende Konkurrenzdruck, verursacht nach dem Prinzip “Publish or perrish“ (publiziere oder gehe unter), eine wahre Flut von Publikationen. Schon wer nur die beiden populärsten Fachmagazine Nature und Science lesen möchte, muss sich durch einem Berg von total 104 Heften à 200 Seiten pro Jahr durcharbeiten, die relevante Informationen identifizieren, lesen,verstehen und in Bezug zur eigenen Forschungstätigkeit setzen. Die Masse der anfallenden Publikationen und die erwähnten sprachlichen Hindernis bleiben nicht ohne Folgen. Ein Teil der Gesellschaft wendet sich zu vermeintlich leicht verständlicheren “Alternativen zur Wissenschaft“ zu. 

Irrationales Verhalten boomt  Da der Zugang zu den Naturwissenschaften nicht einfach ist, leben viele lieber in einer subjektiven Realität, die sich wohltuend vom Alltag abhebt. Esoterik hat sich  zu einer postmodernen, subjektiven Methode das Leben zu bewältigen entwickelt (21). Aus diesem Grund boomt irrationales Verhalten. Es ist heute kein Widerspruch mehr, als IT-Expertin während der Woche Software zu entwickeln und am Wochenende Engelsseminare anzubieten. Viele Menschen können heute empirisches Wissen und esoterische Pseudoweisheiten verbinden ohne Bauchschmerzen zu bekommen. Im Spannungsfeld von Religion und Therapie sind heute zahlreiche “Heilspezialisten“ tätig, die einen grossen Wachstumsmarkt bedienen. Schätzungen gehen von 20 bis 25 Milliarden Euro aus, die so jährlich verdient werden. 15 Prozent des Jahresumsatzes des deutschen Buchmarktes werden mit esoterischer Literatur erwirtschaftet (21). Wer sich in den noch verbleibenden Buchhandlungen umsieht, stellt erstaunt fest, dass die Regale mit Bücher zu esoterischen Themen immer zahlreicher werden, nicht selten zu Lasten der wissenschaftlichen Literatur, die sich in Buchläden zusehends ausdünnt. Drüsenatmung, Quantenheilung, Lichtnahrung oder Einhörner – anything goes. Alles was einen Leser findet, wird auch verkauft (22-24).

Die Desorientierung welche von Esoterik, und Verschwörungstheorien etwa im Bereich Impfung verursacht werden, potenzieren sich im Internet zu modernen Mythen. Die Impfverweigerer vergessen dabei gerne, dass sie nicht nur sich selber, sondern auch ihre Mitmenschen, die. z.B. an einer Immunschwäche leiden, akut gefährden. Ein Verantwortungsbewusstsein sucht man oft vergeblich.

Die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft  Parallel dazu liefern die Forschung ein immer schwieriger zugängliche Bild der Welt. Obwohl Einsteins Relativitätstheorie in technologischen Anwendung unseres Alltags Anwendung findet, versteht kaum einer das Prinzip dahinter. Wer versteht heute noch wie ein MRI funktioniert oder wie ein LINAC Tumorzellen abtötet? Wer weiss heute, dass die Proteasen im Waschmittel, durch gerichtete Evolution optimiert worden sind und man deshalb Wäsche bei 30°C waschen kann? Wer vermutet, das von Schuhsohlen bis zum Armeezelt bakteriostatisch behandelt werden müssen, damit es nicht von Bakterien zerfressen wird?

Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserem Angebot keine kopernikanische Wende des Denkens herbeiführen werden. Wenn wir jedoch einigen interessierten Menschen die Naturwissenschaftliche Methode näher bringen können, haben wir unser Zeil erreicht. Denn wenn es nicht gelingt, weiterhin junge Menschen für naturwissenschaftliche Forschung zu begeistern, werden die lachenden Dritten Esoterik, Aberglaube, Religionen und Verschwörungstheorien sein (25).

Ergänzend wollen wir Menschen, die Probleme mit ihrem Weltbild (Glauben, Religion) haben  mit unserem Angebot Pro Ratio Unterstützung anbieten.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, nehmen Sie Kontakt per Mail oder Telefon 079 376 24 05 mit uns auf.

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Ihr NormalNull Team

Quellen:

(1) Gottfried Schatz “Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen“, s.90, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2016.    

(2) Gottfried Schatz “Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen“, s.83, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2016.

(3) Gottfried Schatz “Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen“, s.85, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2016.

(4) Gottfried Schatz “Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen“, s.78, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2016.

(5) Gottfried Schatz “Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen“, s.79, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2016.  

(6) Lisa Randall “Verborgene Universen“, Fischer Taschenbuch Verlag, 2009.

(7) Lee Smalin “Die Zukunft der Physik“, Deutsche Verlags-Anstalt, 2009.

(8) Peter Byrne “Viele Welten“, Springer Verlag, 2010.

(9) Brian Green “Die Verborgene Wirklichkeit“, Siedler Verlag, 2012.

(10) Gottfried Schatz “Feuersucher“, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2011.

(11) Giulia Enders “Darm mit Charme“, Ulstein Verlag, 2014.

(12) Arnold Van De Laar “SCHNITT“, Pattloch Verlag, 2014.

(13) J.P. McEvoy & Oscar Zarate “Quententheorie, Ein Sachcomic“, TibiaPress Verlag, 2011.

(14) Bruce Bassett & Ralph Edney “Relativitätstheorie, Ein Sachcomic“, TibiaPress Verlag, 2013.

(15) Apostolos Doxiadis, Christos H.Papadimitrou “LOGICOMIX“, Atrium Verlag, 2010.

(16) Spektrum der Wissenschaft, Deutsche Ausgabe des Scientific American, erscheint monatlich.   

(17) Nature, The international weekly Journal of Science.

(18) Science, peer-reviewed academic journal of the American Association for the Advancement of Science.

(19) https://arxiv.org/

(20) http://journals.plos.org/plosone/

(21) Michael Utsch “Psychologie Heute“, Kapitel “Der Esoterik Boom“ s.35, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2016.

(22) Gerhard Vollmer “Gretchenfragen an den Naturalisten“, s.82-83, Alibri Verlag, 2013.

(23) Collin Goldner “Die Psychoszene“, Alibri Verlag, 2000.

(24) Geoffrey D. Falk “Gurus“, s.82-83, Alibri Verlag, 2011.

(25) Gottfried Schatz “Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen“, s.85, Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2016.